Spliss: Haarspalterei vermeiden

Spliss ist für viele ein ähnlicher Albtraum wie fettige Haare. Aber während das eine Problem mit zu viel Talg zu tun hat, geht es bei Spliss um zu viel Trockenheit an den Haarspitzen. Die Haare verlieren an Feuchtigkeit und das führt zu Brüchigkeit. Die Haare brechen dabei an mehreren Stellen, Spliss ist dabei aber ein reines Problem an den Haarspitzen. Also einfach Zopf binden und weiter? Besser nicht, denn: die richtige Haarpflege und Frisur kann Spliss eindämmen und auch beseitigen.

Was ist Spliss?

Dazu vielleicht erst einmal ein kurzer Einblick in das eigentliche Problem, denn, ein Problem verstehen, hilft bei der Lösung. Bei Spliss ist es so, dass die Spitzen der Haare sich spalten. Anders als Haarbruch findet Spliss nur an den Haarspitzen statt, aber beide Phänomene haben im Prinzip denselben Ursprung und somit gibt es auch für beides ähnliche Gegenmaßnahmen.

kaputte spitzen
© iprogressman - istockphotos.com

Wie entsteht Spliss?

Haare sind aus mehreren Schichten aufgebaut, die insgesamt für Stabilität und Struktur sorgen. Diese Struktur können Sie beeinträchtigen, indem Sie sie mechanisch überstrapazieren, zum Beispiel durch übermäßiges, zu häufiges Fönen oder Haare färben. Diese Beanspruchungen greifen die äußere Schuppenschicht der Haare an und legen die innere Cortex-Schicht offen, die sich dann spaltet.

Spliss pflegen

Vor allem lange Haare sind stärker für Spliss anfällig. Frustriert zupfen Sie an Ihren splissigen Haarspitzen herum und fragen sich, was Sie dagegen tun können. Wir sagen es Ihnen: Um Spliss zu bekämpfen oder am besten zu verhindern, muss der Feuchtigkeitsverlust bekämpft werden. Der Mangel an Feuchtigkeit ist die Grundursache für Spliss. Um Spliss zu pflegen, brauchen Sie daher Pflegemittel (z.B. Haaröl) mit Keratin, Panthenol und Glycerin.

Schutzschicht gegen Spliss

Alle drei sorgen dafür, dass die Haare mit einer Schutzschicht ausgestattet werden, die die Feuchtigkeit konserviert. Entsprechende Pflegemittel sorgen dafür, dass sich Moleküle schützend an die Haare anheften und die Feuchtigkeit dort behalten, wo sie sein soll, auch nach dem Ausspülen und Haare waschen.

Produkte gegen Spliss

Hierzu können Sie auch Produkte gegen Spliss verwenden, die Spliss auch vorbeugen, bzw. eindämmen können. Dazu verwenden diese spezielle Silikone, die den Haaren ihre Versiegelung wiedergeben. Das ist zwar keine komplette Reparatur, wenn Spliss schon vorhanden ist, verhindert dann aber immerhin, dass er sich weiterentwickelt.

Die richtige Schere für Spliss

Entwicklung ist auch das richtige Stichwort beim Haareschneiden und Spliss. Hier nämlich haben sich die Friseure weiterentwickelt und herausgefunden, dass nicht nur Blondieren Spliss begünstigt. Es kommt auch auf die richtige Schere und den richtigen Schnitt bei Spliss an. So wird zum Beispiel das Frisiermesser dringend verdächtigt, Spliss zu begünstigen und Haushaltsscheren sind natürlich ebenfalls und ganz generell völlig ungeeignet für die Haarpflege. Besser ist die heiße Klinge. Die sorgt dafür, dass die abgeteilten Haarbereiche leicht abgeschnitten werden können.

Bei Spliss Haare ab?

Und letztendlich ist die Schere ohnehin das einzig Wahre bei Spliss und übrigens auch für insgesamt schöne lange Haare. Wenigstens einmal im Quartal zum Friseur gehen, Haare schneiden lassen, um letztlich so auch Spliss zu verhindern. Wenn ca. alle drei Monate 1-1,5 cm abgeschnitten werden, entspricht das im Schnitt ca. einem Drittel des Haarwachstums in derselben Zeit – also keine Sorge, dass Ihre Haare dann „zu kurz“ kommen. 

Kein Schnitt, geschwächtes Haar

Spitzen schneiden ist schon längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein dringend empfehlenswerter Tipp für lange Haare und gegen Spliss. Wenn die Haare nämlich keinen Schnitt haben, sind sie umso anfälliger für Haarspaltungen. Und bedenken Sie: Je länger der Spliss gedeiht, desto mehr muss hinterher abgeschnitten werden, um den Spliss loszuwerden.

Was tun, um Spliss zu verhindern?

Neben dem Besuch beim Friseur zum Spitzen schneiden können Sie aber noch mehr tun, um Spliss zu vermeiden. Denn den können Sie sich sozusagen im Schlaf einfangen. Es sind nämlich in erster Linie mechanische Einflüsse, die die äußere Haarschicht aufrauen und das Innere freilegen – das fängt schon beim Kissen an. Unzählige Male bewegen wir uns des Nachts hin und her und rubbeln die Haare dabei am Kissen auf. Außer, es ist ein Seidenkissen. Das ist mechanisch nicht so aggressiv und entzieht dem Haar auch nicht die Feuchtigkeit.

Spliss durch Kämmen und Fönen

Aber noch mehr belasten wir unser Haar, wenn wir es kämmen und fönen. Zu eifriges Kämmen ist eine extreme Belastung für die Haare, die die äußere Schutzschicht mit jedem Bürstenstrich abnutzen kann. Wenn Sie dann dabei auch noch Hitzeeinwirkung aus dem Fön hinzutun, tun Sie alles, um Spliss zu bekommen. Deshalb: Lieber Haare an der Luft vortrocknen oder mit Kaltluft fönen. Dauert zwar länger, beugt aber Spliss vor. Nasses Haar reißt viel eher beim Kämmen. Achten Sie darauf, dass Sie das Haar locker mit dem Kamm behandeln, um so Knötchen herauszubekommen, ohne dass die Haare reißen.

Vorbeugen von innen

Spliss kann auch von innen kommen, zum Beispiel durch Stress, hormonell bedingt und natürlich durch falsche Ernährung. Neben dem regelmäßigen Spitzenschnitt ist daher auch ein stressfreies Leben gut gegen Spliss. Wie Sie das hinbekommen, ist natürlich ein ganz anderes großes Thema, aber Stress im Leben kann auch Stress für die Haarspitzen bedeuten. Wenn Ihnen Ihr Spliss aber momentan die größten Sorgen bereitet, wissen Sie ja jetzt, wie Sie diesen Stressfaktor beseitigt bekommen.


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