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Acrylnägel: Hart im Nehmen

Acrylnägel: Hart im Nehmen

Die Entscheidung für künstliche Fingernägel haben Sie für sich getroffen – jetzt fragt sich noch, welche Art von Nägeln Sie auf Ihre Naturnägel auftragen lassen möchten. Hier haben Sie nämlich eine große Auswahl aus verschiedenen Methoden. Eine davon stellen Acrylnägel dar, die sehr belastbar, hart und gleichzeitig dünner als die ebenfalls sehr weit verbreiteten Gelnägel sind. Bei uns erfahren Sie, warum Sie sich für Acrylnägel entscheiden können, wo die Vor- und Nachteile liegen und welche möglichen Alternativen es gibt.

Acrylnägel-Technik 💅 ist nicht einfach

Acrylnägel sind sehr hart, belastbar und auch dünner als Gelnägel. Im Vergleich mit diesen liegen Acrylnägel aber hinten, was das Aufbringen angeht. Das nämlich ist sehr anspruchsvoll, es muss schnell und trotzdem präzise vonstatten gehen und es geht mit beißenden Dämpfen einher, die Sie nicht einatmen sollten. Der Grund sind chemische Prozesse, die sich zwischen dem Acrylpulver und der Modellierflüssigkeit einstellen. Sie müssen im richtigen Verhältnis zueinander vermischt und ebenso schnell wie präzise auf die Nägel aufgetragen werden, weil sie sehr schnell von selbst aushärten.

acrylnaegel
© marigo20 - istockphotos.com

Acrylnägel nur vom Profi machen lassen

Die Technik ist sehr anspruchsvoll. Das Material härtet sehr schnell aus und sollte daher für ein optimales Endergebnis sorgfältig und von einer versierten Kosmetikerin aufgetragen werden. Um die bei der chemischen Reaktion ganz natürlich entstehenden Dämpfe nicht einzuatmen, sollten Sie am besten ein gut durchlüftetes Studio wählen. Auch eine Dunstabzugshaube kann nicht schaden.

Acrylnägel oder Gelnägel?

Das ist auch schon das größte Argument gegen Acrylnägel wenn Sie sie mit Gelnägeln vergleichen wollen. Fürs Selbermachen eignen sich nämlich Gelnägel wesentlich besser, da die Methode einfacher ist. Sie härten zum Beispiel nicht aus, bevor sie nicht in ausreichender Form unter UV- oder LED-Licht getrocknet wurden. Acrylnägel sind dafür robuster und wirken auch nicht ganz so aufgesetzt, weil sie insgesamt deutlich dünner sind als Gelnägel. Beiden ist gemein – wie übrigens auch Fiberglasnägeln oder Shellac –, dass sie nur so lange optimal aussehen, bis der natürliche Nagelwuchs den Nagelansatz hervorscheinen lässt. Dann heißt es: wieder zum Nagelstudio.

Acrylnägel vor allem für hohe Ansprüche

Kurz gefasst, Gelnägel sind also eher die Anfänger-Nägel, während Acrylnägel mehr die Profi-Nägel sind. Das zeigt sich nicht nur beim Aufbringen, sondern auch später im Alltag. Professionell gemachte Acrylnägel sind nicht nur schön und gleichmäßig, sondern auch überaus robust und belastbar. Ihre hohe Strapazierfähigkeit macht sie daher für den Alltag mit hoher Beanspruchung der Nägel wesentlich besser geeignet. Das gilt zum Beispiel, wenn Sie einen Beruf ausüben, in dem Nägel leicht auch mal abbrechen könnten, zum Beispiel in der Gastronomie, in der Pflege oder im Handwerk.

Fiberglasnägel noch besser als Acrylnägel?

Nachteil der Acrylnägel ist vor allem die Dampfentwicklung, Vorteil ist die hohe Strapazierfähigkeit. Diese kann aber durch Fiberglasnägel noch übertroffen werden. Die diffizile Methode sieht mehrere dünne Fiberglasschichten auf den Nägeln vor und sollte ebenfalls nur von erfahrenen Nageldesignerinnen durchgeführt werden. Fiberglasnägel sind noch härter und dünner als Acrylnägel.

Was ist mit Shellac?

Eine Alternative, die sich etwas von den anderen Kunstnägeln abhebt, ist Shellac. Der Lack kann zu den Gelnägeln gezählt werden, gilt aber im Großen und Ganzen als Nagellack und zwar als unverwüstlicher Nagellack. Vorteil gegenüber den Acrylnägeln ist auch hier wieder die schonende Methode.

Wie lange halten Acrylnägel?

Bei allen großen und kleinen Unterschieden zwischen den Nagelarten, für die Sie sich im Kosmetikstudio entscheiden können: Eines haben alle gemein. Es geht um die Haltbarkeit, die sowohl bei Fiberglas, als auch bei Shellac oder eben Acrylnägeln immer mit dem Nagelwuchs zusammenhängt. Nach ein paar Wochen (in der Regel 3 - 5) ist unter den künstlichen Nägeln der Ansatz des Naturnagels zu sehen, dann ist auch mal wieder ein Besuch beim Nagelstudio angebracht, um den künstlichen Nagel aufzufüllen.

Wie wär's mit einem Probenagel?

Wenn Sie noch neu im Thema künstliche Fingernägel oder noch unentschlossen bezüglich der Nagel-Typen sind, machen Sie doch einfach mal einen Probelauf. Schauen Sie, ob Sie mit der Umstellung im Alltag klarkommen, die künstliche Fingernägel so mit sich bringen können. Auch kann man gerade bei den relativ heftigen chemischen Reaktionen auf dem Nagel nie genau wissen, ob Ihre Nägel damit verträglich sind – Stichwort Hautirritationen oder Allergien. Probieren Sie's aus und prüfen Sie dabei gleich auch, ob Ihnen die Hygiene und Arbeitsweise Ihres auserwählten Nagelstudios zusagt.


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